Fehlende Mitarbeitermotivation und Angst vor Neuem: Ein Problem oder ein Symptom?

Hast du in deinem Team schon mal eine tolle Neuerung eingeführt oder vorgeschlagen, bist bei deinen Mitarbeitern aber eher auf Skepsis und Widerstand gestoßen, anstatt auf Applaus? 

So ziemlich jede Führungskraft kennt solche Situationen, denn die „Angst vor Neuem“ ist in vielen Unternehmen und Teams ein verbreitetes Problem. Selbst Veränderungen, die den Mitarbeitern ihre Arbeit erleichtern würden, beispielsweise Digitalisierung und Automatisierung interner Prozesse (Onboarding, Marketing etc.), treffen oftmals auf Ablehnung. Wie gehst du mit solch einer Situation um?

Wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen

Viele Führungskräfte versuchen solche Probleme zu lösen, indem sie die Symptome behandeln. In unserem Beispiel würde das bedeuten, dass du die Mitarbeiter von den Neuerungen überzeugen willst, dass du versuchst sie abzuholen, zu begeistern und zur Umsetzung zu motivieren. Denn so haben wir schließlich Mitarbeiterführung gelernt: In Meetings oder Einzelgesprächen setzen wir alle Gesprächs- und Motivationstechniken ein, die wir kennen. Wir argumentieren logisch und versuchen mit gezielten Fragen herauszufinden, wie wir die Mitarbeiter von unserer Meinung und Idee überzeugen können. Wie gut funktioniert das in deinem Team? Aus unserer Erfahrung funktioniert diese Methode nur in den seltensten Fällen und wenn, dann nur kurzfristig.

Auch wenn deine Mitarbeiter die Neuerungen natürlich umsetzen (müssen), bleibt der innere Widerstand oft bestehen. Selbst wenn es dir gelingt, echte Motivation zu erzeugen, hält diese meist nur einige Tage an. Das könnte verständlicher Weise dazu führen, dass du dich ärgerst. Dass du wütend, frustriert oder sogar hilflos bist. Weil du für dein Team nur das Beste erreichen willst und dich enorm anstrengst, deine ganzen Bemühungen aber einfach nicht „fruchten“.

Wenn die Lösungsversuche für ein Problem immer wieder scheitern, könnte es sehr gut sein, dass du die wirkliche Ursache des Problems noch nicht erkannt hast und statt dessen versuchst, an Symptomen herum zu doktern. Dass du Symptome behandelst erkennst du daran, dass

  • mit jedem Lösungsversuch der Widerstand der Mitarbeiter noch verstärkt wird.
  • du selbst mit immer mehr negativen Gefühlen kämpfen musst (Wut, Zorn, Hilflosigkeit, etc.)
  • Das Problem bestehen bleibt oder sich an anderer Stelle immer wieder zeigt.

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Fehlende Mitarbeitermotivation: Was sind die Ursachen?

Wie kann es passieren, dass eine gute Absicht und Idee (tolle Neuerungen) zu Frust und Motivationsverlust bei allen Beteiligten führt? 

Ein Hauptgrund, warum der Widerstand bei Mitarbeitern noch verstärkt wird, ist, das wir versuchen die Menschen zu manipulieren – und das spüren sie und wehren sich dagegen! Manipulation bedeutet z.B. mit erlernten Führungstechniken und angepasstem Verhalten Meinungen, Gefühle und Verhaltensweisen der Mitarbeiter zu kontrollieren und zu steuern. Das beginnt bei aufgesetztem Interesse oder gespielter Freundlichkeit und führt bis zu ganz bewusster Manipulation z.B. durch psychologische Fragetechniken oder emotionalen Druck.

Neben der ethischen Bedenklichkeit, ist die Problematik der Manipulationen, dass sie in den meisten Fällen (unbewusst) entlarvt werden. Schließlich spürst du doch auch sehr genau, ob ein Mensch dich wirklich mag oder nur freundlich ist, weil er muss. Auch wenn es der Mitarbeiter nicht genau benennen kann, entsteht mindestens ein mulmiges Gefühl. Im schlimmsten Fall entzieht der Mensch dir dann das Vertrauen und damit seine innere Kooperationsbereitschaft. 

Zusammengefasst können wir sagen: Wir können keinen Menschen wirklich dauerhaft verändern. Ausser natürlich uns selbst. Wenn du dich selbst so veränderst, dass du und deine Ideen echte Sogkraft und Attraktivität ausstrahlen, „bereitest du den Boden“, damit dein Team dir freiwillig, mit echter innerer Bereitschaft folgen kann. Der Schlüssel, um mit Widerständen und fehlender Mitarbeitermotivation im Unternehmen wirksam umzugehen, liegt also in dir selbst. In welche Richtung du dich konkret entwickeln sollst, zeigen dir deine Probleme. Denn Probleme dienen uns als Wegweiser unserer eigenen Entwicklung.

Drehs rum: Probleme als Wegweiser und Diener sehen

Probleme im Unternehmen sind immer ein Hinweis darauf, das IN den Menschen eine Disharmonie herrscht, die in Ordnung gebracht werden will. Das kann eine innere Überzeugung sein, ein negativer Glaubenssatz oder ein belastendes Gefühl.

Um diese „Baustellen“ in uns selbst erkennen zu können, erschaffen wir unsere Probleme oder bringen uns in entsprechende Situationen, in denen wir zur Veränderung gezwungen werden.

Wenn sich deine Mitarbeiter gegen deine Ideen wehren, könnte in dir möglicherweise die Überzeugung herrschen „erfolgreich-sein ist schwer“. Dann wirst du im beruflichen und privaten Alltag immer wieder ein „Feld“ erschaffen, in dem die Menschen es dir schwer machen. Oder es könnte ein innerer (unbewusster) Glaubenssatz sein, der dich „drückt“, wie z.B. „nur wer leistet, verdient Liebe“. In dem Fall würdest du dir immer wieder 100 „Baustellen“ gleichzeitig schaffen, an denen du unabkömmlich bist. Selbst wenn das zu permanenter Überforderung und Stress führt.

Ein drittes Beispiel könnte sein, dass in dir ein belastendes Gefühl eingespeichert ist. Viele Gefühle, die wir in der Kindheit erleben, bleiben in unserem System gespeichert, bis sie erkannt und „erlöst“ werden. Bis dahin ziehen wir immer wieder Menschen und Situationen an, die dieses schlechte Gefühl wieder und wieder in uns auslösen.

Hast du z.B. ein Gefühl der Ohnmacht gespeichert, wirst du immer wieder Umstände erschaffen, in denen du die Kontrolle und Handlungsfreiheit verlierst. Solch eine Situation könnte sein, trotz aller Anstrengungen einfach nicht zu deinen Mitarbeitern durchdringen zu können.

Welche innere Ursache auch immer hinter den Problemen steht: Sie muss erkannt und aufgelöst werden. Denn nur wenn dein innerer „Auslöser“ geklärt ist, können auch die Probleme im Unternehmen effektiv und dauerhaft gelöst werden.

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